
Was UDRA macht
UDRA steht für Underwater Drone Recovery Austria. Statt eines Tauchers schickt UDRA eine Unterwasserdrohne los – genau die Art Gerät, über die wir hier sonst Tests schreiben. Nur eben nicht zum Filmen von Fischen, sondern um Verlorenes zu finden und heraufzuholen.
Für Privatpersonen geht es meist um kleine Dinge mit großem Wert: das Handy, das vom Steg gerutscht ist, Auto- oder Bootsschlüssel, Brillen, Schmuck und Eheringe. Für Gewerbe – Häfen, Bootsverleiher, Bäder, Versicherungen – bietet UDRA Inspektionen von Rümpfen, Ankern, Ketten und Stegen, 4K-Dokumentation für Gutachten und Schadensmeldungen sowie Kontrollen des Grundes vor der Badesaison oder vor Bauarbeiten.
Ein eigener Schwerpunkt ist gestohlenes Eigentum: Diebe entsorgen Beute erstaunlich oft im Wasser. UDRA sucht für Eigentümer und Versicherungen, in Abstimmung mit der Polizei.
So läuft eine Suche ab
- Anfrage senden – per WhatsApp oder Formular, am besten mit Ort, Fotos und einer kurzen Beschreibung.
- Vor Ort tauchen – das Team kommt mit der Drohne ans Wasser und fährt den Grund systematisch ab. Niemand muss ins Wasser.
- Übergabe – Gefundenes wird direkt am Ufer übergeben, samt Video vom Fund. Bei Inspektionen gibt es Video und Fotos.
Nicht im Schlamm wühlen – das trübt das Wasser für Stunden. Stelle markieren, Position mit dem Handy festhalten (GPS-Pin), Bezugspunkte am Ufer merken und Fotos machen. Je kleiner das Suchgebiet, desto besser die Chancen.
Die Technik

Im Einsatz ist eine QYSEA FIFISH V-EVO – genau die Drohne, die in unserem Test als Preis-Leistungs-Sieger abgeschnitten hat. Sie taucht bis 100 Meter, filmt in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde und hat 5.000 Lumen Licht für trübes Wasser. Das Live-Bild läuft direkt aufs Tablet am Ufer. Für sehr kleine Wertsachen arbeitet UDRA bei Bedarf mit Partnern mit Unterwasser-Metalldetektor zusammen.
Spannend für Hobbypiloten: Hier sieht man, was mit einer Drohne aus dem Hobby-Segment im professionellen Einsatz möglich ist – und wo die Grenzen liegen. Erfolg ist nie garantiert, Sicht, Strömung und Untergrund entscheiden mit.
Einsatz an der Reichsbrücke



Bei einer ehrenamtlichen Müllbergung unter der Reichsbrücke in Wien holte UDRA aus rund fünf Metern Tiefe Fahrräder, E-Scooter, Tresore und sogar eine Mikrowelle aus der Donau. Dosen, Flaschen und Sperrmüll wurden fachgerecht entsorgt.


Was kostet das?
Gewerbliche Einsätze gibt es auf Anfrage, mit fairem Angebot vorab – abhängig von Einsatzart, Ort und Anfahrt. Private Suchen macht UDRA ehrenamtlich; über Ersatz für Sprit und einen freiwilligen Finderlohn freut sich das Team. UDRA ist in ganz Österreich unterwegs, Einsätze im Ausland auf Anfrage.
Unser Fazit
UDRA zeigt, wie viel in einer Unterwasserdrohne steckt, wenn man sie mit Erfahrung und Geduld einsetzt. Wer in Österreich etwas im Wasser verloren hat, das die eigene Hobbydrohne nicht hochbekommt, hat hier eine unkomplizierte Anlaufstelle – und für Privatleute ist die Suche sogar ehrenamtlich.
Transparenz: UDRA und Unterwasserpilot werden vom selben Betreiber geführt.
Ist etwas Wichtiges versunken, das eine Hobbydrohne nicht mehr bergen kann? Professionelle Bergungseinsätze in Österreich bietet UDRA an.
